ASV Oberpreuschwitz 1 – Türk FC Bayreuth 2 : 1

Die Gäste kamen zunächst besser ins Spiel und setzten den ASV mit ihrem schnellen und direkten Spiel unter Druck. Die Heimelf war zunächst nur durch gelegentliche Angriffe gefährlich.

Ein schnell ausgeführter Freistoß führte kurz vor der Pause zur verdienten Führung für die Gäste. Der ASV kam aber noch vor der Halbzeit zum Ausgleich. Nachdem Martin Zeitler im Strafraum gefoult wurde zeigte SR Pröhl auf den Elfmeterpunkt. Zunächst trat Claus Baumgärtner an, der Gästetorhüter konnte den Ball zwar parieren, der Elfmeter musste aber wiederholt werden, da sich der Torwart erheblich zu früh bewegte. Auch bei der Wiederholung des Elfmeters, diesmal trat Martin Zeitler an, wurde der Ball gehalten, aber auch hier ließ der Schiedsrichter den Strafstoß aus dem gleichen Grund nicht gelten. Erst der dritte Schütze, Andre Stricker konnte den Ball zum Ausgleich versenken. Wütende Proteste der Gästespieler und Zuschauer blieben natürlich nicht aus. Nach dem kurz darauf folgenden Halbzeitpfiff musste der Schiedsrichter mit den Ordnern in die Kabine begleitet werden.

In der Pause machte der Schiedsrichter deutlich, dass bei weiteren Beleidigungen und Angriffen gegen seine Person das Spiel von ihm abgebrochen wird. Auch die Hinzuziehung der Polizei wurde vom Schiedsrichter in Erwägung gezogen. Da ein Handyvideo der Elfmeter den Gästespielern in der Halbzeit vorgelegt wurde, aus dem ersichtlich war, dass die Entscheidungen des Schiedsrichters durchaus vertretbar waren, beruhigte sich das Spiel zunächst nach Wiederanpfiff.

Die Gastmannschaft hatte in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel, kam aber gegen die sehr sicher stehende ASV-Defensive zu keinen nennenswerten Abschlüssen.

In der 80. Minute dann die zweite entscheidende Szene. Bei einer Ballannahme im Mittelfeld sprang Milot Hasani der Ball an die Hand. SR Pröhl erkannte hier kein absichtliches Handspiel und ließ das Spiel weiterlaufen, wobei die Gästespieler mit einem Pfiff rechneten. Hasani passte perfekt auf Mittelstürmer Martin Zeitler, der alleine auf den Torwart zulaufen konnte und sich die Chance nicht nehmen ließ. 2:1 für den ASV. Auch hier folgten natürlich wütende Proteste der Spieler und Zuschauer. Unrühmlicher Höhepunkt eines Spieles, das definitiv außer den drei Punkten für den ASV keinen Spaß machte, war die 88. Minute. Milot Hasani wurde von einem Gästespieler völlig unmotiviert an der Eckfahne umgetreten. SR Pröhl entschied auf „Rote Karte“. Aufgrund des Fouls ließ sich ein Zuschauer zu einer Beleidigung gegen einen Gästespieler hinreisen, worauf dieser den Zuschauer körperlich anging. Auch hier mussten wieder zahlreiche Ordner und Zuschauer eingreifen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Obwohl die Verärgerung der Gäste aufgrund des Ergebnisses und der aus ihrer Sicht falschen Schiedsrichterentscheidungen verständlich sein mag, das Verhalten einiger Zuschauer und Spieler des TFC hat mit Amateurfußball und sportlicher Fairness nichts mehr zu tun. Die Beleidigungen gegen den Schiedsrichter und auch gegen einheimische Zuschauer gingen erheblich unter die Gürtellinie. Insgesamt wurden 11 gelbe Karten und 2 rote Karten vom sehr gut leitenden SR Nikolaj Pröhl verteilt.

Tore: 0 : 1   41. Min. Yalcinkaya

1 : 1   45. Andre Stricker (Foulelfmeter)

2 : 1   80. Min. Martin Zeitler